Graduate School of the Arts (GSA)

Studienaufbau

Das Curriculum in diesem strukturierten Doktoratsprogramm umfasst eine interdisziplinäre Reihe von methodisch-thematischen Workshops, etwa zu Kanonbildung, Ritual, Figur oder zu Remix, ethnografischer Stadtforschung, Publikumsbefragungen oder Autorschaftskonzepten (s. Aktuelle Veranstaltungen und Vergangene Veranstaltungen). Dieses Programm wird von den Doktorand_innen selbständig mitbestimmt und mitgestaltet. Daneben werden auch Soft-Skills-Kurse angeboten, vom Antragschreiben bis zu Präsentationstechniken, vom Selfmanagement bis zum wissenschaftlichen Englisch. Erwartet wird die aktive Teilnahme an insgesamt 12 Veranstaltungen während mindestens vier Semestern. Exkursionen etwa zur Landesphonothek, zur Paul Sacher Stiftung oder zur Abegg-Stiftung runden das Programm ab. Betreut werden die Doktorierenden von je einem Professor/einer Professorin aus jeder Institution. Bei diesen beiden Betreuer_innen werden auch die disziplinären Doktorandenkolloquien besucht.

Längere Forschungsaufenthalte im Ausland sowie künstlerische und weitere wissenschaftliche Tätigkeiten auch ausserhalb der GSA sind erwünscht und können mit dem Engagement in der Graduiertenschule problemlos verbunden werden.

Neben dem Pflichtprogramm bietet die GSA gemeinsame Veranstaltungen in allen künstlerischen Disziplinen an, welche die Sicht- und Hörbarkeit der Doktoratsprojekte und der GSA als Ganzes erhöhen. Sie baut virtuelle Plattformen auf, stellt die ausgezeichneten Infrastrukturen beider Hochschulen zur Verfügung und unterstützt Kooperationen mit internationalen Print- und elektronischen Publikationsorganen. Die GSA versteht sich als Laboratorium, das auch die Entstehung unkonventionellen Wissens und innovativer Wissens- und Kunstverbindungen ausdrücklich fördert und auf diese Weise neue Erkenntnisformen auslotet.

GSA-Forschungstag

Um die GSA für ein breiteres Publikum zu öffnen und den Doktorierenden von Beginn ihres Doktoratsstudiums an Tagungspraxis zu verschaffen, wurde 2016 die Institution des GSA-Forschungstages am Semesterende gegründet: Die Doktorierenden präsentieren hier während 30 Minuten ihre ersten Thesen und Fragen oder auch bereits Teilresultate ihrer Dissertation und stellen sie in einer zweiten halben Stunde zur Diskussion. Später haben die Doktorierenden dann die Gelegenheit, ihre Beiträge zu Aufsätzen auszubauen, die ebenfalls von ihren Kolleg_innen redigiert werden. So werden zusätzlich Erfahrung und Praxis im wissenschaftlichen Publizieren erworben.
Der erste Band dieser neuen Reihe versammelt Beiträge der ersten beiden Forschungstage, die im Mai und Dezember 2016 stattfanden, und umfasst thematisch ein breites Spektrum: Beiträge der Graduate School of the Arts I.

Lern- und Arbeitsformen

Das Doktoratsprogramm beinhaltet sowohl theorie- und methoden-  als auch praxisbasierte Module. Grosse Bedeutung hat die selbständige Arbeit der Doktorierenden, die von intensiver Doppelbetreuung profitieren. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch über die Disziplinen hinweg ist hierbei ein zentrales Element der GSA: Im Rahmen der gemeinsamen Kooperation erfolgt die Erstbetreuung der Doktorand_innen durch Professor_innen der Universität Bern und die Zweitbetreuung durch promovierte Dozent_innen der Hochschule der Künste Bern HKB. Es können auch promovierte externe Dozierende beigezogen oder eine Gruppe von Dozierenden in einem doctoral committee versammelt werden, besonders wenn spezielle Gebiete abgedeckt werden müssen, für die weder an der Philosophisch-historischen Fakultät noch an der Hochschule der Künste entsprechende Kompetenzen vorhanden sind.

Dauer

Das Doktoratsprogramm der GSA dauert drei Jahre. Eine Verlängerung aus wichtigen Gründen ist möglich. Die aktive Teilnahme und Erfüllung des curricularen Wahl-Pflichtprogramms an beiden Institutionen wird als Diploma Supplement zusätzlich zur Doktoratsurkunde ausgewiesen.