Graduate School of the Arts (GSA)

Dissertation of Leopold Dick

Zwischen Konversation und Urlaut. Der Sprechauftritt im Composed Theatre

Von zentraler Bedeutung für das Forschungsvorhaben des Komponisten und Regisseurs Leopold Dick sind die Dimensionen der Intentionalität, Wahrnehmung und Performativität von Sprechereignissen im Bereich Musiktheater. Diese Gegenstände der Bühnenkunst, die bisher wegen ihrer Ansiedlung zwischen Musiktheater einerseits und Sprechtheater andererseits kaum wissenschaftliche Beachtung gefunden haben, bedürfen per se eines interdisziplinären Zugangs. Im Fokus steht dabei der Aspekt des historischen Wandels: Was in Blütezeiten der gehobenen Bühnensprache zu Beginn des 20. Jahrhunderts normbildende Kraft für jede Art von öffentlicher Rede besass, soll auf seine derzeitige gesellschaftliche Funktion, Wirkung und Relevanz neu befragt werden. Das methodische Vorgehen ist der geplante Einbezug experimenteller Phonetik, um die akustische Struktur sowie die Wahrnehmung lautsprachlicher Äusserungen im Musiktheater auf eine Weise „objektiv“ fassen zu können, die den stets auch subjektiv geprägten Zugriff aufführungsanalytischer Beschreibungen wirkungsvoll zu ergänzen hilft.

Betreungspersonen

Prof. Dr. Anselm Gerhard, Universität Bern, Institut für Musikwissenschaft / Prof. Dr. Arne Stollberg, Universität Basel, Institut für Musikwissenschaft
Prof. Dr. Kai Köpp, Hochschule der Künste Bern HKB, Organisationseinheit: Forschung, Musik, Klassik